Wärme Spenden – Winter Nothilfe 2022 -  Visions4Children

Wärme Spenden – Winter Nothilfe 2022

Afghanistan
Projektstart: 2022

Spendenstand: 7.333 €

Ziel: 30.470 €

Wärme spenden – gemeinsam können wir diesen Winter dafür sorgen, dass 277 binnengeflüchtete, afghanische Familien sicher durch die kalte Jahreszeit kommen!

In Afghanistan sind die Winter eine Zeit, in der große Teile der Bevölkerung um ihr Überleben kämpfen müssen: Temperaturen bis zu minus 30 Grad treffen auf Menschen, deren einzige Unterkünfte Zelte oder provisorische Hütten ohne Heizmöglichkeiten sind. Jedes Jahr führen die afghanischen Winter bereits zu Erfrierungs- und Hungertoden. In der anhaltenden humanitären Katastrophe ist die Bevölkerung dem dieses Jahr besonders schutzlos ausgeliefert – und der erste Schnee fällt bereits. Wenn wir jetzt aktiv werden, können wir ein Geflüchtetencamp im Norden des Landes mit dem nötigsten versorgen. Bist du dabei? 

 

Wir spüren es auch in Deutschland: die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Fragen nach Heizkosten und Energie sparen sind in aller Munde. Auch in Afghanistan ist der Winter angebrochen – sogar noch früher als in vergangenen Jahren. Die Fragen, die sich Familien dort stellen müssen – inmitten einer katastrophalen humanitären Krise und politischer Unsicherheit – sind existenziell: Kann ich meine Familie in den nächsten Monaten ernähren und warmhalten? Werden wir den Winter überleben?

 

Wir können jetzt gemeinsam dazu beitragen, dass 277 binnengeflüchtete Familien diese Fragen mit “JA” beantworten können: denn mit Visions for Children starten wir auch in diesem Jahr eine humanitäre Winter Nothilfe und versorgen ein Geflüchtetencamp bei Mazar-e-Scharif mit Nahrungs- und Heizmittel Paketen. Jedes Paket besteht aus Lebensmitteln wie 50kg Mehl, 10kg Reis, 10l Öl, 5kg Nudeln, 2kg Tomatenmark, 1kg Tee und 3,5kg Zucker sowie wärmender Decken und kann den Bedarf einer 5-köpfigen Familie für 2-3 Monate decken. Erreichen wir gemeinsam das Spendenziel von 30.470€?

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Das Geflüchtetencamp

Über 3,5 Millionen Menschen sind in Afghanistan auf der Flucht, viele von ihnen leben in IDP (internally displaced persons)-Camps. Sie fliehen vor Naturkatastrophen, wie dem schweren Erdbeben in diesem Jahr, Konflikten oder sind auf der Suche nach Arbeit. Die Zustände in den Camps sind katastrophal: die Menschen leben ohne Witterungsschutz in einfachen Lehmhütten oder Zelten, Zugang zu Sanitäranlagen, Gesundheitsversorgung oder Nahrung ist nicht vorhanden oder stark erschwert.

 

Wir haben dieses Jahr die Möglichkeit, 277 Familien im Qalinbafan Camp, nahe der Stadt Mazar-e-Scharif im Norden Afghanistans, zu erreichen. Das Camp existiert bereits seit 10 Jahren, doch gerade im letzten Jahr sind viele zusätzliche Familien dorthin geflohen – aufgrund von Konflikten und Kämpfen in anderen Regionen des Landes. Auf der Suche nach temporärer Arbeit müssen sie Tag für Tag in die Stadt laufen, trotzdem liegt das durchschnittliche Einkommen mit $1,72 deutlich unter der Armutsgrenze! Insbesondere durch die rasant steigenden Kosten von Lebensmitteln – aufgrund des Wegfalls internationaler Unterstützung für Afghanistan und die globale Inflation – fürchten viele der Familien den anbrechenden Winter.

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Lebensmittelpakete für den Winter

Afghanistan ist klimatisch ein Land der Extreme – während in den Sommermonaten Dürren die Ernte erschweren oder sogar vernichten, werden die Winter eisig kalt – bis zu minus 30 Grad kann es in den Bergregionen werden, ganze Dörfer werden durch Schneestürme von der Außenwelt abgeschnitten und verlieren den Zugang zu Ressourcen oder Gesundheitseinrichtungen. In Geflüchtetencamps, wo diese Infrastrukturen häufig gar nicht vorhanden sind, müssen Familien im Winter ums Überleben bangen.

 

Mit Visions for Children haben wir bereits in den letzten Jahren Winter Nothilfen für Familien in IDP-Camps durchgeführt – hunderte Familien wurden dadurch bereits erreicht. In diesem Jahr ist unsere Solidarität mit der afghanischen Bevölkerung besonders wichtig: nach der Machtübernahme der Taliban im letzten Jahr haben sich zahlreiche NGOs aus Afghanistan zurückgezogen und internationale Gelder wurden eingefroren. All das führte dazu, dass über die Hälfte der afghanischen Bevölkerung akut auf humanitäre Unterstützung angewiesen sind, 95% leiden unter Hunger!

 

Die diesjährige Nohilfe Aktion führen wir mit unserer lokalen Partnerorganisation OASE durch, die ihren Sitz in Mazar-e-Scharif hat.

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Im Warmen lernen – an der Block Haye Hawayee Schule unmöglich

Nicht nur in IDP-Camps haben Afghan*innen mit dem Winter zu kämpfen: an der Block Haye Hawayee Schule in Mazar-e-Scharif müssen über 800 Schüler*innen aufgrund von Platzmangel auf die Korridore oder auf Zelte ausweichen. Bei kalten Wintertemperaturen führt das zu Unterrichtsausfällen oder Schüler*innen müssen bei eisigen Temperaturen lernen: das verschlechtert die Unterrichtsqualität, schadet der Konzentration, birgt gesundheitliche Risiken und demotiviert die Schüler*innen.

 

Daher ist es besonders wichtig, das neue Bauprojekt mit unserem Partner OASE jetzt zu starten! Mit Erreichung des Spendenziels der diesjährigen Nothilfe und der Versorgung der Familien im IDP-Camp, werden dieses Jahr daher alle weiteren Spenden in die Block Haye Hawayee Schule fließen. Das bedeutet, dass ihr dazu beitragen könnt, dass ein neues Gebäude mit 12 weiteren Klassenräumen gebaut werden kann und die Schüler*innen in Zukunft in Sicherheit und Wärme lernen.

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* So setzen sich die Kosten für ein Paket (110€) der Winter Nothilfe zusammen: etwa 83€ gehen in Form von Lebensmitteln und einer warmen Decke direkt an die geflüchteten Familien, 17€ an unsere lokale Partnerorganisation OASE für u.a. Personalkosten und die Umsetzung der Paketverteilung, 4,50€ fallen für Bank- und internationale Transaktionsgebühren an und 6€ für die Koordination der Nothilfe in Deutschland.

In den vergangenen Jahren haben wir (das deutsche und afghanische Team) Nothilfen teilweise auch komplett ehrenamtlich umgesetzt. Der Aufwand für Recherche, Vorbereitung und Durchführung der humanitären Nothilfen ist seit dem Regierungswechsel im August 2021 jedoch personell wie zeitlich stark gestiegen. Öffentliche Strukturen sind teilweise weggebrochen und Informationen deutlich schwieriger zugänglich.

Auch die wirtschaftliche Krise in Afghanistan und die damit verbundenen Preisschwankungen von Waren sowie der erschwerte Mitteltransfer tragen zu einem Kostenanstieg bei. Wir hoffen daher auf euer Verständnis, dass wir die aufkommenden Ausgaben teilweise anrechnen. Tausend Dank für eure Unterstützung, die es uns ermöglicht, die humanitären Nothilfen umzusetzen!

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