Wie ist die aktuelle Situation für Kinder in Afghanistan?
Wie sieht das Leben von Kindern in Afghanistan aus? Was bedeutet es, dort zu leben, zu lernen und groß zu werden?
Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 hat sich die Situation im Land dramatisch verschlechtert – vor allem für Kinder. Afghanistan zählt heute zu den gefährlichsten Orten der Welt für sie. Finanzielle Armut, Hunger, fehlende Bildungschancen und Naturkatastrophen bestimmen den Alltag vieler Familien.
Hier erfährst du, vor welchen Herausforderungen Kinder in Afghanistan stehen – und weshalb es so wichtig ist, sich gemeinsam für ihre Rechte einzusetzen.
Hunger und Armut bestimmen den Alltag
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – rund 23 Millionen Menschen – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa zwölf Millionen davon sind Kinder. Viele Familien wissen nicht, ob sie ihre Kinder am nächsten Tag noch satt bekommen. Sie haben keinen Zugang zu einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung.
Dürren und eine anhaltende Wirtschaftskrise haben die Situation zusätzlich verschärft: Felder vertrocknen, Ernten bleiben aus. Etwa 3,5 Millionen Kinder sind akut mangelernährt – für viele von ihnen ist der Hunger lebensbedrohlich.
Millionen Kinder von Bildung ausgeschlossen
Afghanistan ist derzeit das einzige Land der Welt, in dem Mädchen nach der sechsten Klasse nicht mehr zur Schule gehen dürfen. Damit verlieren Millionen Mädchen die Chance auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben.
Auch Jungen haben es schwer: Viele müssen arbeiten, um die Familien zu unterstützen. Selbst wenn sie lernen dürfen, sind viele Schulen beschädigt oder schlecht ausgestattet. Oft fehlt es an ausgebildeten Lehrkräften, Unterrichtsmaterialien und sicheren Räumen zum Lernen. Bildung – eigentlich ein Menschenrecht – ist für viele Kinder in weiter Ferne.

Fehlender Zugang zu sauberem Wasser
Während Kinder in anderen Ländern einfach den Wasserhahn aufdrehen, müssen viele Kinder in Afghanistan jeden Morgen kilometerweit laufen, um Wasser zu holen. Oft ist das Wasser verschmutzt und macht krank. Wiederkehrende Dürren haben den Wassermangel weiter verschärft. Sauberes Trinkwasser, Toiletten und Waschmöglichkeiten sind für viele Kinder keine Selbstverständlichkeit – dabei sind sie lebenswichtig für ihre Gesundheit.
Klimakrise verschärft die Not
Afghanistan gehört zu den Ländern, die besonders stark von den Folgen der Klimakrise betroffen sind. Immer wieder kommt es zu schweren Dürren, Überschwemmungen und Erdbeben. Wenn Häuser zerstört werden, verlieren Familien ihr Zuhause – und Kinder den Zugang zu Bildung. Besonders im Winter, wenn die Temperaturen auf bis zu minus 40 Grad fallen, sind Kinder ohne Schutz und warme Kleidung in Lebensgefahr.
Was Kinder in Afghanistan jetzt brauchen
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Gesundheit und ein Leben in Sicherheit – ganz gleich, wo es lebt. Damit diese Rechte auch für Kinder in Afghanistan Wirklichkeit werden, braucht es weltweite Aufmerksamkeit und gemeinsames Engagement.
Visions for Children e.V. setzt sich gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen dafür ein, dass Schulen in Afghanistan zu sicheren Orten werden, an denen Kinder lernen, spielen und sich entwickeln können. Dazu gehören der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, sichere Klassenräume und psychosoziale Unterstützung für Kinder, die unter der aktuellen Situation besonders leiden.
In akuten Krisenzeiten leistet Visions for Children außerdem regelmäßige Nothilfen, damit Familien mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und Hygieneartikeln versorgt werden.
Auf unserer Spendenseite erfährst du, wie du diese Arbeit konkret unterstützen und dich für das Recht auf Bildung in Afghanistan einsetzen können.

FAQ
Wie sieht das Leben von Kindern in Afghanistan aktuell aus?
Viele Kinder in Afghanistan leben unter extremen Bedingungen: finanzielle Armut, Hunger, fehlender Zugang zu Bildung und Naturkatastrophen prägen ihren Alltag. Seit der Machtübernahme der Taliban 2021 hat sich die Situation stark verschlechtert, besonders für Mädchen.
Wie viele Kinder sind von Hunger und Armut betroffen?
Rund 12 Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Neun von zehn Kindern leiden an Ernährungsarmut und etwa 3,5 Millionen Kinder sind akut mangelernährt, was für viele lebensbedrohlich ist.
Was unternimmt Visions for Children in Afghanistan?
Wir arbeiten mit lokalen Partnerorganisationen, um Schulen zu sicheren Lernorten zu machen, den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen zu ermöglichen und psychologische Unterstützung anzubieten. In akuten Krisenzeiten leisten wir Nothilfe mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und Hygieneartikeln.
Wie kann man die Arbeit unterstützen?
Auf der Spendenseite von Visions for Children können Interessierte die Bildungs- und Nothilfeprojekte in Afghanistan unterstützen und so die Rechte von Kindern in Afghanistan stärken.
