
Förderung der Schulentwicklung und Chancengleichheit an Sekundarschulen in Uganda
Abgeschlossen
PEAS (Promoting Equality in African Schools) betreibt eines der größten Sekundarschulnetze in Subsahara-Afrika und hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu integrativer, hochwertiger Sekundarschulbildung zu erweitern. An den 30 ugandischen Schulen arbeitet unser lokaler Partner stetig daran, die Bildungsqualität und die Chancengleichheit für Jungen und Mädchen zu verbessern.
Durch die Stärkung schulischer Führungskompetenzen sowie die Verbesserung der Hygienestandards soll ein hochwertiges und inklusives Lernumfeld geschaffen werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem gestärkten Bewusstsein für Menstruationshygiene. So soll die Anzahl der Schulabbrüche und Fehlstunden vor allem für Mädchen reduziert werden.
AUSGANGSSITUATION
Jedes Jahr lernen mehr als 16.000 Schüler*innen in den 30 weiterführenden Schulen von PEAS in Uganda. Sie alle sollen die Möglichkeit zu einer hochwertigen Sekundärbildung erhalten. Besonders für Mädchen stellt Mangel an Sanitäranlagen weiterhin ein Problem dar. Viele Mädchen bleiben vor allem während ihrer Periode dem Schulunterricht fern. Visions for Children möchte in Zusammenarbeit mit PEAS die Anwesenheit und den Verbleib von Mädchen im Schulsystem deutlich verbessern.
Schulleiter*innen sind nach dem Ansatz von PEAS treibende Kraft für Veränderungen im Bildungssystem. Ihnen fehlt jedoch häufig die nötige Expertise, um die Schulen angemessen und mit Bedacht auf Chancengleichheit zu organisieren und führen. Der erste Interventionsbereich des Pilotprojekts richtet sich deshalb an Schulleiter*innen in den 30 Schulen des PEAS-Netzwerks, wird aber nach Abschluss des Pilotprojekts auch auf öffentliche Schulen ausgedehnt.
Die Investition in die kontinuierliche Entwicklung, Unterstützung und das Coaching von Schulleiter*innen ist ein entscheidendes Element des PEAS-Unterstützungs- und Betreuungskonzepts und von zentraler Bedeutung für die Förderung umfassenderer schulischer Verbesserungen.



PROBLEMSTELLUNG UND LÖSUNG
Der Schwerpunkt des Konzepts liegt auf dem Kapazitätsaufbau von Schulleiter*innen durch School Support Officers (SSOs) in den Schulen, kombiniert mit Peer-Learning-Möglichkeiten. Zu den Hauptaktivitäten gehören der Druck und die Verbreitung von 120 Handbüchern für Schulleiter*innen, die einen strukturierten Leitfaden für die Kompetenzentwicklung der entsprechenden Personen darstellen. Die Handbücher werden als Grundlage für die berufliche Entwicklung und für Coaching-Interaktionen zwischen SSOs und Schulleiter*innen verwendet.
Auf Clusterebene (5-6 Schulen) werden jährliche Lerntreffs abgehalten, bei denen die Schulleitungsteams zusammenkommen, um Erfahrungen, Herausforderungen und Erkenntnisse auszutauschen. Dies wird den Schulleiter*innen die Möglichkeit geben, bewährte Praktiken in anderen Schulen zu beobachten, die ihre eigene berufliche Entwicklung und ihre Bemühungen um eine Verbesserung der Schule unterstützen können.
Die Schulleiter*innen werden von den SSOs dabei unterstützt, eine ein- bis zweitägige Schulung durchzuführen, um die allgemeine Führung und Leitung in den Schulen zu stärken. Der Ansatz zur Entwicklung der Schulleitung soll nach Abschluss des Pilotprojekts über das PEAS-Netzwerk hinaus auf staatliche Schulen ausgeweitet werden.
Zu den wichtigsten mit der Hygiene-Offensive verbundenen Aktivitäten gehören unter anderem Schulungen für die 70 PEAS-Schulleiter*innen zum Thema MHM (Menstruationshygiene) und WASH (Water, Sanitary, Hygiene) in Schulen. Der Schwerpunkt liegt auf der Wartung und Verwaltung von Verbrennungsanlagen für Menstruationsprodukte sowie auf der Einhaltung von WASH-Standards in Schulen. Es werden allgemeine WASH-Standards für Schulen sowie MHM-Standards für Mädchen vermittelt. Die Schulleiter*innen sollen die gewonnenen Kenntnisse im Rahmen von schulinternen Fortbildungsmaßnahmen an die Lehrer*innen weitergeben.
Zusätzlich zu den Weiterbildungen sollen auch neue Verbrennungsanlagen für Menstruationsprodukte in zwei PEAS-Schulen errichtet werden. Die Verbrennungsöfen sind zentrale Infrastruktur, um den Hygiene-Bedarf der Schülerinnen zu decken. Sie sollen die sichere Entsorgung von Menstruationshygiene-Artikeln ermöglichen und dazu beitragen, das Wohlergehen und den Verbleib von Mädchen in der Schule zu verbessern.
Eine vereinfachte Schulung über die Nutzung der Verbrennungsöfen und MHM soll von der leitenden Lehrerin in jeder Schule für die Schülerinnen durchgeführt werden. Diese Schulung ist für alle ca. 8000 Mädchen in den PEAS-Schulen geplant.
PEAS und Visions for Children erhoffen sich folgende Verbesserungen:
- Bessere Schulleitung durch Fortbildungen und Austausch mit anderen Schulleiter*innen
- Wichtige Erkenntnisse fließen auch in die Weiterentwicklung staatlicher Schulen
- Mehr Mädchen kommen regelmäßig zur Schule und setzen ihre Bildung fort – auch während ihrer Periode. Durch bessere Aufklärung wird Eigenverantwortung von Schülerinnen, sowie die allgemeine Gesundheit und Hygiene in den Schulen verbessert.
- Die Beziehungen zwischen Schulen und Gemeinden werden gestärkt.




WAS BISHER GELEISTET WURDE









Projektabschluss
Das Programm von PEAS stärkt Schulen durch gemeinsame Lernzentren, Peer-Besuche, Trainings und klar strukturierte Leitfäden, sodass Führungskräfte ihr Wissen austauschen und Schulentwicklung wirksam vorantreiben. Zusätzlich unterstützen neue Hygiene- und Schulrichtlinien sowie praktische Maßnahmen die Schulen dabei, bessere Lernbedingungen zu schaffen, Verantwortung zu stärken und die Qualität von Unterricht und Schulführung nachhaltig zu verbessern.
Schulungen der School Support Officers (SSOs)
Die SSOs erhalten das nötige Wissen und die praktischen Werkzeuge, um die Schulleitungen wirksam zu unterstützen.
So können sie ihr Training an viele staatliche Sekundarschulen weitergeben und dort Schritt für Schritt die Schulqualität und Führung verbessern.
Bau von Verbrennungsanlagen
Zwei PEAS-Schulen erhalten neue Verbrennungsanlagen für Menstruationsprodukte und eine Einführung in die fachgerechte Nutzung der Öfen. Die neuen Anlagen tragen dazu bei, dass der Hygiene-Bedarf der Schülerinnen gedeckt wird und damit ihr Wohlergehen sowie ihr Verbleib in der Schule auch während ihrer Periode gestärkt wird.
MHM und WASH Schulungen für Lehrpersonal und Schülerinnen
Die Lehrer*innen erhalten Schulungen zu Menstruationshygiene (MHM) und Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH). Die leitenden Lehrerinnen der Cluster-Zentren geben ihr neu erlerntes (Menstruations-)Hygiene-Wissen an alle Schülerinnen der 30 PEAS-Schulen weiter.
Entwicklung von MHM- und WASH-Schulungen und Leitfäden für Schulen
Der leitende Kinderschutzbeauftragte von PEAS entwickelte zusammen mit den offiziellen Standards der ugandischen Regierung zusammenfassende Leitlinien zum Menstruationshygienemanagement (MHM) und ansprechende Schulungsfolien. Die darauffolgende Schulung fand für 8 Mitglieder im PEAS-Länderbüro statt, die für die Weitergabe der Schulungen auf Cluster-Ebene verantwortlich sein werden.
Schulungen der Schulverwaltung
Schulungen für die Mitglieder der Schulverwaltung unterstützen dabei die eigenen Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die der anderen Kolleg*innen besser zu verstehen. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder Fortbildungen zu Governance und Leadership.
Durchführung Lernbesuche
Eine netzwerkweite Peer-to-Peer-Lerninitiative ermöglicht Schulleitungen gegenseitige Schulbesuche, damit sie bewährte Praktiken direkt beobachten, Erfahrungen austauschen und ihre Schulentwicklung stärken können.
Lernzentren für Schulleitungsteams
Errichtung von Lernzentren zur Förderung des Erfahrungsaustauschs und gemeinsamen Umgangs mit Herausforderungen des Führungs- und Fachpersonals.
Druck und Verbreitung von Handbüchern
Die Handbücher enthalten einen strukturierten Leitfaden für die Kompetenzentwicklung der Schulleiter*innen
Weitere Bildungsprojekte
Bildung ist keine Wohltätigkeit. Bildung ist Gerechtigkeit.
Abgeschlossen
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