WASH-Programm Alebtong

Alebtong, Uganda
Projektstart: 2023
Spendenstand: 337.954 €
Ziel: 568.800 €

Nachdem 2022 das erste WASH Programm (Water, Sanitation, Hygiene) im Otuke Distrikt begonnen hat, markiert der August 2023 den Projektstart in der Alebtong Region. An sieben Schulen im ländlichen Norduganda wird mit dem Projekt das Ziel verfolgt, die hygienischen Standards zu verbessern, die Menstruationshygiene zu fördern, über Themen der mentalen Gesundheit aufzuklären und nachhaltige Schulstrukturen mit Hilfe verschiedener Workshops zu entwickeln.

AUSGANGSSITUATION

Die Alebtong Region in Norduganda ist geprägt von einer schwachen Infrastruktur. Die Einwohner*innen der 547 Dörfer leben zum Teil sehr abgeschottet. Die meisten Familien erwirtschaften sich ihre Lebensgrundlage selbst und sind von den wirtschaftlichen Erträgen aus Tierhaltung und dem Verkauf ihrer selbst erzeugten Produkte abhängig, Kinderarbeit gehört hier zum Alltag.

Aufgrund von Konflikten in der Vergangenheit – bis 2008 litt der Norden Ugandas unter einem 20-jährigen Bürgerkrieg – sowie der AIDS Krise in den 80er Jahren, ist die Lebenserwartung niedrig. Eine hohe finanzielle Armut und große Anzahl von Waisenkindernprägen die Region. Schlechte oder keine Wasser- und Sanitäranlagen und unzureichende Bildungsinfrastruktur und -einrichtungen verschärfen die prekäre Situation.   

PLATZMANGEL UND MANGELNDE SANITÄR- UND HYGIENESTANDARDS

Die unterstützten Schulen gehören zu denjenigen, die finanziell am stärksten benachteiligt sind, denn die Bildungsbehörde unterstützt sie nur bei den grundlegenden Ausgaben wie den Gehältern der Lehrer*innen. Die Klassengrößen erreichen Zahlen von bis zu 180 Schüler*innen.

Die hygienischen Standards der Schulen befinden sich in einem mehr als mangelhaften Zustand, was dazu führt, dass vor allem Schülerinnen dem Unterricht aufgrund ihrer Menstruation fernbleiben. So kommen auf eine Latrine aktuell zwischen 108 bis 213 Schüler*innen. Diese Latrinen sind baufällig und nicht entleerbar, weshalb sie nicht mehr benutzt werden können. Anlagen zum Händewaschen stehen nicht zur Verfügung.

Eine Schulspeisung kann den Schüler*innen nicht angeboten werden, da keine der Schulen über einen Ofen verfügt. Ein Zugang zu frischem Wasser ist an den meisten Schulen vorhanden, die vorhandenen Brunnen sind jedoch baufällig, sodass das Wasser, das den Schüler*innen und Lehrer*innen zur Verfügung steht, bräunlich ist. All das führt dazu, dass die Schüler*innen sich weniger konzentrieren können, oder dem Unterricht sogar gänzlich fernbleiben, da sie an einem langen Tag weder Essen noch Trinken zur Verfügung gestellt bekommen.

KEIN UNTERRICHT: SCHULEN SCHLIESSEN FÜR MEHR ALS 2 JAHRE

Die Covid-19-Pandemie hat dazu geführt, dass Grundschulen in Uganda fast 2 Jahre geschlossen wurden, was die prekäre Bildungssituation weiter verschärft hat. Remote lernen ist ausgeschlossen, denn die meisten Familien haben keinen Zugang zu Lern- und Bildungsmaterialien, geschweige denn ausreichenden Geräten für online Unterricht. Oftmals sind sie auf die Arbeitskraft ihrer Kinder angewiesen, weshalb viele Kinder nach der Pandemie gar nicht zum Unterricht an die Schulen zurückgekehrt sind.

Ein statistisches Modell prognostiziert ein Bildungsdefizit von 2,8 Jahren für ugandische Schüler*innen. Mädchen trifft dies oft noch härter: Es werden viel mehr Jungen als Mädchen eingeschult. Die Analphabet*innenrate von Mädchen ab 15 Jahren liegt bei ca. 26 %, die von Jungen beträgt “nur” 16 %. (Worldbank, Stand 2021) Vor allem im Rahmen der pandemiebedingten Schulschließungen erhöhte sich die Rate an Teenagerschwangerschaften in Uganda sehr stark – zu häufig im Rahmen von sexualisierter Gewalt. In den Jahren 2020 und 2021 wurden insgesamt über 733.000 Teenagerschwangerschaften im Land registriert, davon fast 200.000 in den ersten sechs Monaten von 2021 (UNFPA 2021, 2022).

MENTALE GESUNDHEIT: VIELE SCHÜLER*INNEN SIND VON PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN BETROFFEN

Die beschriebenen Konflikte und die damit einhergehenden, posttraumatische Erlebnisse sowie Herausforderungen wie Hunger, HIV und Covid-19 haben starke Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Schüler*innen in Uganda. Psychische Erkrankungen sind deshalb in den Regionen der Schulen weit verbreitet, bleiben jedoch meist unerkannt oder werden aufgrund fehlender Informationen und Wissen nicht thematisiert. Obwohl das Thema mentale Gesundheit seit 2022 laut Ministerium für Bildung und Sport im Unterricht behandelt werden soll, fehlt es an der notwendigen Finanzierung, qualifiziertem Personal und Prioritätensetzung. Dadurch bleiben psychische Erkrankungen oftmals unentdeckt und Schülerinnen erhalten keine angemessene Betreuung, was zufolge hat, dass Schüler*innen dem Unterricht fernbleiben oder den Schulbesuch sogar abbrechen.

PROBLEMSTELLUNG UND LÖSUNG

Die Alebtong Region in Norduganda ist geprägt von einer schwachen Infrastruktur. Die Einwohner*innen der 547 Dörfer leben zum Teil sehr abgeschottet. Die meisten Familien erwirtschaften sich ihre Lebensgrundlage selbst und sind von den wirtschaftlichen Erträgen aus Tierhaltung und dem Verkauf ihrer selbst erzeugten Produkte abhängig, Kinderarbeit gehört hier zum Alltag.

Aufgrund von Konflikten in der Vergangenheit – bis 2008 litt der Norden Ugandas unter einem 20-jährigen Bürgerkrieg – sowie der AIDS Krise in den 80er Jahren, ist die Lebenserwartung niedrig. Eine hohe finanzielle Armut und große Anzahl von Waisenkindernprägen die Region. Schlechte oder keine Wasser- und Sanitäranlagen und unzureichende Bildungsinfrastruktur und -einrichtungen verschärfen die prekäre Situation.   

PLATZMANGEL UND MANGELNDE SANITÄR- UND HYGIENESTANDARDS

Die unterstützten Schulen gehören zu denjenigen, die finanziell am stärksten benachteiligt sind, denn die Bildungsbehörde unterstützt sie nur bei den grundlegenden Ausgaben wie den Gehältern der Lehrer*innen. Die Klassengrößen erreichen Zahlen von bis zu 180 Schüler*innen.

Die hygienischen Standards der Schulen befinden sich in einem mehr als mangelhaften Zustand, was dazu führt, dass vor allem Schülerinnen dem Unterricht aufgrund ihrer Menstruation fernbleiben. So kommen auf eine Latrine aktuell zwischen 108 bis 213 Schüler*innen. Diese Latrinen sind baufällig und nicht entleerbar, weshalb sie nicht mehr benutzt werden können. Anlagen zum Händewaschen stehen nicht zur Verfügung.

Eine Schulspeisung kann den Schüler*innen nicht angeboten werden, da keine der Schulen über einen Ofen verfügt. Ein Zugang zu frischem Wasser ist an den meisten Schulen vorhanden, die vorhandenen Brunnen sind jedoch baufällig, sodass das Wasser, das den Schüler*innen und Lehrer*innen zur Verfügung steht, bräunlich ist. All das führt dazu, dass die Schüler*innen sich weniger konzentrieren können, oder dem Unterricht sogar gänzlich fernbleiben, da sie an einem langen Tag weder Essen noch Trinken zur Verfügung gestellt bekommen.

KEIN UNTERRICHT: SCHULEN SCHLIESSEN FÜR MEHR ALS 2 JAHRE

Die Covid-19-Pandemie hat dazu geführt, dass Grundschulen in Uganda fast 2 Jahre geschlossen wurden, was die prekäre Bildungssituation weiter verschärft hat. Remote lernen ist ausgeschlossen, denn die meisten Familien haben keinen Zugang zu Lern- und Bildungsmaterialien, geschweige denn ausreichenden Geräten für online Unterricht. Oftmals sind sie auf die Arbeitskraft ihrer Kinder angewiesen, weshalb viele Kinder nach der Pandemie gar nicht zum Unterricht an die Schulen zurückgekehrt sind.

Ein statistisches Modell prognostiziert ein Bildungsdefizit von 2,8 Jahren für ugandische Schüler*innen. Mädchen trifft dies oft noch härter: Es werden viel mehr Jungen als Mädchen eingeschult. Die Analphabet*innenrate von Mädchen ab 15 Jahren liegt bei ca. 26 %, die von Jungen beträgt “nur” 16 %. (Worldbank, Stand 2021) Vor allem im Rahmen der pandemiebedingten Schulschließungen erhöhte sich die Rate an Teenagerschwangerschaften in Uganda sehr stark – zu häufig im Rahmen von sexualisierter Gewalt. In den Jahren 2020 und 2021 wurden insgesamt über 733.000 Teenagerschwangerschaften im Land registriert, davon fast 200.000 in den ersten sechs Monaten von 2021 (UNFPA 2021, 2022).

MENTALE GESUNDHEIT: VIELE SCHÜLER*INNEN SIND VON PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN BETROFFEN

Die beschriebenen Konflikte und die damit einhergehenden, posttraumatische Erlebnisse sowie Herausforderungen wie Hunger, HIV und Covid-19 haben starke Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Schüler*innen in Uganda. Psychische Erkrankungen sind deshalb in den Regionen der Schulen weit verbreitet, bleiben jedoch meist unerkannt oder werden aufgrund fehlender Informationen und Wissen nicht thematisiert. Obwohl das Thema mentale Gesundheit seit 2022 laut Ministerium für Bildung und Sport im Unterricht behandelt werden soll, fehlt es an der notwendigen Finanzierung, qualifiziertem Personal und Prioritätensetzung. Dadurch bleiben psychische Erkrankungen oftmals unentdeckt und Schülerinnen erhalten keine angemessene Betreuung, was zufolge hat, dass Schüler*innen dem Unterricht fernbleiben oder den Schulbesuch sogar abbrechen.

WAS BISHER GELEISTET WURDE

Aug 2023

OFFIZIELLER PROJEKTSTART IN UGANDA

Im August startet das WASH-Programm an sieben Schulen in Norduganda. Ziel des Programms ist die Verbesserung des hygienischen Standards, der Menstruationshygiene und die Förderung nachhaltiger Schulstrukturen.

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