
Verbesserung der Sanitärbedingungen an 7 Schulen in Alebtong
Abgeschlossen
Zu Beginn des Projekts standen sieben Grundschulen im Norden Ugandas vor groĂźen Herausforderungen: Marode Latrinen, fehlende Handwaschmöglichkeiten und kaum Zugang zu sauberem Wasser erschwerten den Schulalltag erheblich. der Zugang zu sauberem Wasser, sicheren Sanitäranlagen und grundlegenden Hygienemöglichkeiten. Heute profitieren ĂĽber 11.000 SchĂĽler*innen von besseren Lern- und Hygienebedingungen. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Link to Progress (LTP), den engagierten Schulgemeinden und euren Spenden konnten wir nicht nur die nötige Infrastruktur schaffen, sondern nachhaltig die Bildungschancen und Zukunftsperspektiven von Kindern in Alebtong, Uganda stärken. Â
AUSGANGSSITUATION
Die Alebtong Region in Norduganda ist geprägt einer schwachen Infrastruktur und den Folgen jahrzehntelanger Konflikte. Viele Familien wohnen sehr abgeschottet, leben von Subsistenzwirtschaft und verfĂĽgen ĂĽber sehr begrenzte finanzielle Mittel. Kinderarbeit gehörte hier zum Alltag. Die prekäre Situation wird durch schlechte oder fehlende Wasser- und Sanitäranlagen sowie unzureichende Bildungsinfrastruktur verschärft.Â
Die hygienischen Standards den Projektschulen befanden sich in einem mehr als mangelhaften Zustand. So kamen vor Projektbeginn teilweise mehr als 200 SchĂĽler*innen auf eine Latrine. Diese Latrinen waren baufällig und nicht entleerbar, weshalb sie nicht mehr benutzt werden konnten. Anlagen zum Händewaschen standen nicht zur VerfĂĽgung. Zwar verfĂĽgten einige Schulen ĂĽber Brunnen, diese lieferten jedoch oft verunreinigtes Wasser oder waren nicht funktionsfähig. Die Folge waren schlechte Hygienebedingungen, gesundheitliche Risiken und Unterrichtsausfälle – insbesondere fĂĽr Mädchen während ihrer Menstruation.Â
Zusätzlich waren viele Kinder von Ernährungsunsicherheit betroffen und kamen hungrig zum Unterricht, was ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigte. Gleichzeitig fehlten an den Schulen funktionierende Strukturen, um Herausforderungen nachhaltig anzugehen: Komitees waren nur eingeschränkt aktiv und verfĂĽgten ĂĽber geringe Handlungsmöglichkeiten. Auch Themen wie mentale Gesundheit, Inklusion und Menstruation waren tabuisiert, sodass betroffene Kinder und Jugendliche nur wenig UnterstĂĽtzung erhielten. Um die Bildungssituation nachhaltig zu verbessern, mussten daher nicht nur die baulichen Voraussetzungen geschaffen, sondern auch die Schulgemeinschaften als Ganzes gestärkt werden.Â






ProjektdurchfĂĽhrung
Zu Beginn des Projekts wurde die dringend benötigte Infrastruktur geschaffen: An den Projektschulen entstanden 80 neue Latrinen, sieben Handwaschstationen, sieben Wasserversorgungssysteme sowie energiesparende Ă–fen fĂĽr die SchulkĂĽchen. Gleichzeitig wurden Schulgärten angelegt und gepflegt, um Schulmahlzeiten einzufĂĽhren und die Ernährungssituation der Kinder zu verbessern.Â
Ergänzend fanden umfangreiche Schulungen fĂĽr SchĂĽler*innen, Lehrkräfte, Eltern und lokale Komitees statt. Die Themen reichten von Hygiene und Menstruationsgesundheit ĂĽber mentale Gesundheit und Inklusion bis hin zu nachhaltiger Schulentwicklung. In Girls Clubs, WASH-Clubs und durch innovative Ansätze wie „Football for WASH“ wurden die Inhalte praxisnah vermittelt und im Schulalltag verankert.Â
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Stärkung lokaler Strukturen. Schulmanagement- und Eltern-Lehrer*innen-Komitees wurden fortgebildet, Wasserkomitees fĂĽr Betrieb und Wartung der Anlagen aufgebaut und Spargruppen gegrĂĽndet. Dadurch wurden die Voraussetzungen geschaffen, die erreichten Fortschritte auch ĂĽber die Projektlaufzeit hinaus langfristig zu sichern.Â







Ergebnis
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser stieg von 1 % auf 100 %, wodurch erstmals alle SchĂĽler*innen der 7 Projektschulen zuverlässig mit sauberem Wasser versorgt werden. Dadurch wurde die Grundlage fĂĽr bessere Hygiene, Gesundheit und Lernbedingungen geschaffen. Durch den Bau von 80 Latrinen und Handwaschstationen sowie praxisnaher WASH-Workshops konnten die Hygienebedingungen nachhaltig verbessert werden. Der Anteil der SchĂĽler*innen, die ihre Hände waschen, stieg von 1% auf 97%. Mädchen profitieren von den verbesserten Hygienebedingungen besonders: menstruationsbedingte Fehlzeiten sinken und 81 % fĂĽhlen sich während ihrer Periode in der Schule wohler. Gleichzeitig konnten Tabus rund um Menstruation und mentale Gesundheit abgebaut werden.Â
Das Projekt hat nicht nur die Infrastruktur an 7 Schulen verbessert, sondern den Schulalltag fĂĽr ĂĽber 11.000 Kinder nachhaltig verändert. Mehr Kinder kommen regelmäßiger zur Schuleund haben bessere Voraussetzungen zum Lernen. Durch die verbesserten Lernbedingungen wurden die Schulen attraktiver. Die Zahl der SchĂĽler*innen stieg um 16 % von 9.497 auf 11.018. Gleichzeitig erhöhte sich die Schulanwesenheitsrate von 75 % auf 84 % – langfristig werden bis zu 92 % erwartet. Auch die Bildungsqualität entwickelte sich positiv: Die Erfolgsquote bei den staatlichen AbschlussprĂĽfungen stieg von 61% auf 74%. Â
Die Veränderungen wirken über die Projektlaufzeit hinaus, denn es wurden gezielt lokale Strukturen gestärkt, die langfristig von den Gemeinden selbst getragen werden können. DafĂĽr wurden WASH-Clubs gegrĂĽndet, Lehrkräfte geschult und Komitees aufgebaut, sodass die Schulgemeinschaften die Infrastruktur eigenverantwortlich pflegen und das erworbene Wissen weitertragen können. Auch die Bildungsbehörde des Distrikts sowie unsere Partnerorganisation LTP werden die Schulen weiterhin begleiten.Â




WAS BISHER GELEISTET WURDE













Projekt erfolgreich abgeschlossen!🎉
Durch den Zugang zu sauberem Wasser, sichere Sanitäranlagen, umfassende BildungsmaĂźnahmen und gestärkte Schulgemeinschaften wurde an sieben Grundschulen ein gesundes, inklusives und lernförderliches Umfeld fĂĽr ĂĽber 11.000 Kinder geschaffen. Die Schulgemeinschaften ĂĽbernehmen Verantwortung fĂĽr die geschaffenen Strukturen und tragen die erreichten Fortschritte eigenständig weiter.Â
Neue Schulmöbel und Fortbildungen für Lehrkräfte
Alle sieben Projektschulen wurden mit neuen Schulbänken und Tischen ausgestattet. AuĂźerdem nahmen 86 Lehrkräfte an einer mehrtägigen Fortbildung zu Lehrmethoden, inklusiver Bildung und positivem Klassenmanagement teil. Die zusätzlichen Möbel und das erworbene Wissen verbessern die Lernbedingungen und steigern die Bildungsqualität von ĂĽber 11.000 SchĂĽler*innen.Â
Football, Dance & Art for WASH
Gemeinsam mit Viva con Agua Uganda wurden Lehrkräfte, SchĂĽler*innen und Schulvertreter*innen in kreativen Methoden geschult, um Hygiene- und Gesundheitswissen nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Ăśber FuĂźball, Tanz und Kunst werden WASH-Themen nun praxisnah und altersgerecht vermittelt.Â
MENTALE UNTERSTĂśTZUNG UND SCHULESSEN
In feierlichem Rahmen wurden 8 Latrinen, 3 Handwaschbecken und 3 Ă–fen an Schulen ĂĽbergeben. Drei Schulen haben KĂĽchengärten eingerichtet, in denen SchĂĽler*innen und Lehrkräfte ihr Wissen ĂĽber den Anbau nährstoffreicher Pflanzen erlenen. Neu gegrĂĽndete Girls Clubs bieten Mädchen einen sicheren Raum fĂĽr Austausch und Aufklärung zu Hygiene, Menstruation und weiteren Themen.Â
Psychische Gesundheit im Fokus
An drei Schulen wurden insgesamt 300 Eltern, 584 Schüler*innen und 41 Lehrkräfte zu Ursachen, Anzeichen und Umgang mit psychischen Erkrankungen geschult. Ziel: mehr Sensibilität, weniger Stigmatisierung und ein unterstützendes Lernumfeld.
Nachhaltige Wirkung der WASH-MaĂźnahmen
Der Zugang zu Wasser, sauberen Latrinen und Hygieneschulungen kann nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden verbessern - sondern auch Lernleistungen. So erreichten SchĂĽler*innen an mehreren Projektschulen Top-Ergebnisse in den AbschlussprĂĽfungen! Und unterschieden sich damit von Schulen, an denen diese Ausstattung noch fehlt.
Spargruppen
Wasser & Hygiene Komitees
SCHULĂ–FEN UND WORKSHOPS
Für die Ermöglichung der Schulspeisungen wurden zwei Öfen gebaut und Bücher, Bälle und weitere Lernmaterialien wurden an den Schulen verteilt. Zudem fanden weitere Workshops zu dem Thema Mentale Gesundheit statt.
Aufklärungs-Workshops
An den Schulen haben diverse Workshops zu den Themen Menstruationsgesundheit, -hygiene und psychische Gesundheit stattgefunden. In einem praktischen Teil lernten SchĂĽler*innen, selbst wiederverwendbare Binden verschiedener Größen herzustellen.Â
Neue Latrinen und frisches Wasser
Die Bauarbeiten an den Handwaschanlagen, Latrinen und Bohrlöchern schreiten zügig voran. Handwaschanlagen und Latrinen sind an allen sieben Schulen fertiggestellt und warten auf einen abschließenden Anstrich.
Community Meetings
Gemeinde- und Schulmobilisierungstreffen stärken die Zusammenarbeit. Eltern, Schulleitungskomitees und der Schulvorstand haben ihre Unterstützung für ein Schulverpflegungsprogramm und die Bepflanzung von Schulgärten zugesichert.
OFFIZIELLER PROJEKTSTART IN UGANDA
Im August startet das WASH-Programm an sieben Schulen in Norduganda. Ziel des Programms ist die Verbesserung des hygienischen Standards, der Menstruationshygiene und die Förderung nachhaltiger Schulstrukturen.
Weitere Bildungsprojekte
Bildung ist keine Wohltätigkeit. Bildung ist Gerechtigkeit.
Abgeschlossen
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